Leistungen

Der Schwerpunkt unserer Arbeit im Zytologielabor Lüdinghausen liegt auf der gynäkologischen Exfoliativzytologie und der HPV-Diagnostik. Daneben bieten wir noch die Diagnostik extragenitaler Zytologie.

Konventionelle Zytologie

Die Hauptaufgabe unseres Labors liegt in der Beurteilung von Abstrichen aus der gynäkologischen Exfoliativzytologie (Krebsvorsorge, Abstrich im Rahmen der Empfängnisregelung, kurativer Abstrich). Die Abstriche werden nach Papanicolaou gefärbt. Die Übermittlung der Befunde kann per DFÜ, per Fax und/oder per Post erfolgen.

Extragenitale Zytologie

Wir konzentrieren unsere Arbeit in der extragenitalen Zytologie auf drei Bereiche:

  • Mamma-Zytologie: Wir beurteilen Abklatschpräparate von der sezernierenden Mamma. Das dient der zusätzlichen Diagnostik, besonders bei einseitiger, aber auch bei beidseitiger Mammasekretion.
  • Vulva-Zytologie: Die Vulva-Zytologie wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Sie ersetzt weiterführende Untersuchungen keineswegs, doch die Untersuchung von Zellabstrichen unterstützt andere diagnostische Methoden sinnvoll und kann Hinweise für die weitere Behandlung geben. Das Abstrichinstrument (z. B. eine Zervix-Bürste) sollte möglichst mit NaCl benetzt werden.
  • Urin-Zytologie: Zytologie. In bestimmten Fällen (z. B. Mikrohämaturie) kann als zusätzliche Diagnostik zum Tumorausschluss eine Urinuntersuchung sinnvoll sein. Wir zentrifugieren und färben die Proben und erstellen für Sie einen ausführlichen schriftlichen Befund.

Die Diagnose beschränkt sich – anders als bei den Krebsvorsorgeabstrichen – auf die Beurteilungen „negativ“, „suspekt“ und „positiv“.

Dünnschichtzytologie

Bei der Dünnschichtzytologie oder flüssigkeitsbasierten Zytologie wird der Abstrich – im Gegensatz zu einem konventionellen Abstrich – nach der Entnahme in einer gepufferten Methanollösung ausgespült. Um möglichst viel Zellmaterial zu erhalten, sollte das Abstrichinstrument mehrmals auf den Boden und an die Wände des Gefäßes gedrückt werden. Bei der Aufbereitung in unserem Labor werden Schleim, Leukozyten und Erythrozyten durch ein automatisiertes Verfahren entfernt und es entsteht eine einzige Schicht von Zellen auf dem Objektträger (Monolayer-Verfahren). Das kann in vielen Fällen die Befundstellung erleichtern.

HPV-Diagnostik

Ein besonderer Schwerpunkt unseres Labors liegt auf der HPV-Diagnostik. So hat sich Frau Dr. Berlinghoff nicht zuletzt im Rahmen ihrer Dissertation mit dem Virus dezidiert auseinandergesetzt. Wir führen im Labor den Digene Hybrid Capture 2 High-Risk HPV DNA-Test durch, mit dem die 13 relevantesten High-Risk-HPV-Typen erfasst werden (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68). Das Befundergebnis wird in „positiv“ und „negativ“ unterteilt. Seit Anfang 2020 ist eine HPV-Typisierung von Typ 16 und Typ 18 bei uns möglich.

Das Ergebnis vom HPV-Test liegt in der Regel innerhalb einer Woche vor. Das zur Testdurchführung erforderliche Material, sowie die Formulare erhalten Sie im Vorhinein von uns. Bei Fragen nehmen Sie jederzeit Kontakt auf – wir helfen Ihnen gerne weiter.