Leistungen

Der Schwerpunkt unserer Arbeit im Zytologie-Labor Lüdinghausen liegt auf der gynäkologischen Exfoliativzytologie.

Daneben bieten wir Ihnen eine Reihe weiterer Leistungen:

Konventionelle Zytologie

Die Hauptaufgabe unseres Labors liegt in der Beurteilung von Abstrichen aus der gynäkologischen Exfoliativzytologie (Krebsvorsorge, Abstrich im Rahmen der Empfängnisregelung, kurativer Abstrich). Derzeit ist bei der Krebsvorsorge noch der konventionelle Portio-/Zervixabstrich im jährlichen Intervall vorgesehen. Eine Verlängerung des Abstrichintervalls auf 3 Jahre mit zusätzlicher HPV-Diagnostik ist in Planung. Die Abstriche werden nach Papanicolaou gefärbt und 1-5 Tage nach Eingang beurteilt. Die Übermittlung der Befunde kann per DFÜ, per Fax und/oder per Post erfolgen.

Extragenitale Zytologie

Wir konzentrieren unsere Arbeit in der extragenitalen Zytologie auf drei Bereiche:

  • Mamma-Zytologie: Wir beurteilen Abklatschpräparate von der sezernierenden Mamma. Das dient der zusätzlichen Diagnostik, besonders bei einseitiger, aber auch bei beidseitiger Mammasekretion.
  • Vulva-Zytologie: Die Vulva-Zytologie wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Sie ersetzt weiterführende Untersuchungen keineswegs, doch die Untersuchung von Zellabstrichen unterstützt andere diagnostische Methoden sinnvoll und kann Hinweise für die weitere Behandlung geben. Das Abstrichinstrument (z. B. eine Zervix-Bürste) sollte möglichst mit NaCl benetzt werden.
  • Urin-Zytologie: Zytologie. In bestimmten Fällen (z. B. Mikrohämaturie) kann als zusätzliche Diagnostik zum Tumorausschluss eine Urinuntersuchung sinnvoll sein. Wir zentrifugieren und färben die Proben und erstellen für Sie einen ausführlichen schriftlichen Befund.

Die Diagnose beschränkt sich – anders als bei den Krebsvorsorgeabstrichen – auf die Beurteilungen „negativ“, „suspekt“ und „positiv“.

Dünnschichtzytologie

Bei der Dünnschichtzytologie oder flüssigkeitsbasierten Zytologie wird der Abstrich – im Gegensatz zu einem konventionellen Abstrich – nach der Entnahme in einer gepufferten Methanollösung ausgespült. Um möglichst viel Zellmaterial zu erhalten, sollte das Abstrichinstrument mehrmals auf den Boden und an die Wände des Gefäßes gedrückt werden. Bei der Aufbereitung in unserem Labor werden Schleim, Leukozyten und Erythrozyten durch ein automatisiertes Verfahren entfernt und es entsteht eine einzige Schicht von Zellen auf dem Objektträger (Monolayer-Verfahren). Das kann in vielen Fällen die Befundstellung erleichtern.

Private Versicherungen übernehmen in der Regel diese Leistung, bei gesetzlich Versicherten handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).

HPV-Diagnostik

Ein besonderer Schwerpunkt unseres Labors liegt auf der HPV-Diagnostik. So hat sich Frau Dr. Berlinghoff nicht zuletzt im Rahmen ihrer Dissertation mit dem Virus dezidiert auseinandergesetzt. Wir führen im Labor den Digene Hybrid Capture 2 High-Risk HPV DNA-Test durch, mit dem die 13 relevantesten High-Risk-HPV-Typen erfasst werden (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68). Das Befundergebnis wird in „positiv“ und „negativ“ unterteilt. In Einzelfällen kann eine HPV-Typisierung sinnvoll sein. Diese wird in unserem Labor nicht durchgeführt. Wenn Sie ein Typisierung wünschen, leiten wir die Abstriche gerne an ein dafür ausgerichtetes Labor weiter.

Das Ergebnis vom HPV-Test liegt in der Regel innerhalb einer Woche vor. Das zur Testdurchführung erforderliche Material erhalten Sie im Vorhinein von uns. Alle Formulare, die Sie benötigen, um Präparate in unser Labor einzusenden, stellen wir zum Download auf unserer Webseite bereit. Bei Fragen nehmen Sie jederzeit Kontakt auf – wir helfen Ihnen gerne weiter.